Armee, deren erklärtes Ziel die Entwaffnung aller Karamojong ist, enden des Öfteren mit dutzenden Todesfällen. Kulturell und linguistisch sind die Karamojong übrigens mit den Turkana und Masai in Kenya und den Stämmen in Süd-Äthiopien verwandt. Wie auch immer - irgendwo dort, in einem versteckten Tal, bewacht von ewig wachsamen Bergmassiven liegt der Kidepo National-Park - unser Ziel.
Die Heimat der Karamojong versprüht einen rauen Charme - es ist heiß und staubig - doch spektakulär. Endlose Baumsavanne, unterbrochen einzig von scheinbar hin gewürfelten Felsmassiven, sorglos liegen gelassene Überbleibsel aus der Spielkiste eines Riesen. UND - an alle Kletterer - ein neues, uraltes Kletter-Eldorado. Jene Felsen - ich nenne sie die ugandische Schweiz! Zugegeben - die Lage im Dreiländer-Eck Sudan-Kenia-Uganda ist nicht gerade „vor der Haustür“, doch der Kletterer, der die Herausforderungen der Anfahrt - 3-5 Tage Anreise von Kampala wobei der letzte Teil unter den wachsamen Augen des zahlreich auftretenden Militärs stattfindet - erfolgreich gemeistert hat und nach „Erstbegehungen“ giert, wird sich schon bald im (Kletter-)Paradies wähnen.
Kotido - die „Hauptstadt“ von Karamoja, ein Außenposten der Zivilisation. Einzig in der Gegenwart von Generatoren trifft man hier auf Strom, Wasser wird in allgegenwärtigen, gelben 20 Liter Kanistern von Brunnen u. a. Wasserstellen herbeigeschafft. Chapati-Stände überall und - die Armee! Ein Anblick, der einem doch zuweilen ein Schmunzeln in Gesicht zaubert: Soldaten in Schlappen oder Gummistiefeln, die schwarze Plastik-Tüte in der linken, das Sturmgewehr in der rechten Hand; ein alter Jeans-Damengürtel, der auf seine alten Tage als Gewehrtrageriemen herhalten muss... :)
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