Aufgaben zu meistern. Zunächst müsst Ihr euch der Familie der Frau offiziell vorstellen und um „Herausgabe“ der Braut bitten!

I     Die Familie des Mannes trifft ein - in diesem Fall 120 Personen!
      Man fragt nach deren Begehr: die Braut!!!
II   Is there anybody, who wants to give away our woman???
      Der Auftritt des Bruders der Braut: Ich! Allerdings habe ich diese Dinge unserer       Tante übertragen!
      Gesagt, getan - man schickt nach einer Tante. Die Frage, ob sie die Gäste kennt,       verneint sie!! Zwei weitere Tanten erscheinen - die Dritte "erkennt" die Gäste und       identifiziert unter dem tosenden Applaus seiner Familie den Bräutigam indem sie       ihm eine Schärpe um den Hals legt! :)
III  Fehlt noch die Braut - diese zu identifizieren ist Aufgabe einer Tante des Mannes.       8 Frauen erscheinen - zunächst ohne die Gesuchte. Identifikation misslingt! Die       nächsten 8 Frauen, diesmal inkl. Braut .... es gelingt! Der Weg für das Paar ist       frei?  - beinah!!!
IV   Geschenke - heißa! - ein jeder(!) der 120 Gäste bringt eines: Kürbisse, Ananas,       Tee, Salz, Zucker (jew. in 20 Kg-Säcken), Soda (Getränke-Kisten), Gewänder, 4       Ziegen, eine Kuh u. v. m. ... ein jedes Geschenk verschwindet unter       den jubilierenden Trillern der Frauen im Haus - einzig die Kuh darf draußen       bleiben! :)
V    Es ist getan! Die Braut darf im Lager des Mannes Platz nehmen - nach einem       feudalen Gelage folgen schließlich noch der Austausch der Ringe und das       Anschneiden der Torte! Geschafft!

ein wunderbares Wochenende...inkl. meiner ersten „selbst geschlachteten“ Kuh ...  :)! | zurück | weiter |

Kampala, Uganda den 26. November 2006

Nach 5 Tagen und den härtesten Preisverhandlungen bisher, hieß es tatsächlich: Welcome to Kidepo NP. Ein kleiner, verschlafener NP, ein lang gestrecktes Tal, Büffel, Wasserböcke, Zebras, Giraffen und Elefanten - einschließlich Bull Bull, ein Einzelgänger-Elefant, dessen Vorliebe die Reste des örtlichen Bier-Brau-Prozesses sind. Jeden Abend erscheint er am Rande des Camps „auf ein Bier“ ... und solchermaßen an menschliche Präsenz gewöhnt erträgt er neugierige Mazungus mit stoischer Gelassenheit auch unter 2 Metern Entfernung. Nach einem 16-Stunden Bus-Ritt, währendessen der Busfahrer seine Privateinkäufe erledigte und einem Motorschaden hieß es wieder: Kampala.

Keine 2 Wochen später fuhr ich mit einer ugandischen Freundin in die Berge im Nordwesten des Landes. Welch ein Unterschied. Ein erster Hauch von Regenwald, üppiges Grün überall, Guaven und Passions-Früchte frisch vom Baum. Wir nahmen dort an einer traditionellen „introduction-ceremony“ teil. ...wohlan: Gesetzt, die Männer unter Euch planen, eine ugandische Fee zu ehelichen, so sind verschiedene