Zurück in der Stadt wirkten die Mazuungu - Rufe allenfalls störend, der „Besuch bei Verwandten“ wurde viel zu schnell zur Erinnerung - doch eine, welche wohl lange Zeit „lebendig“ bleiben wird.

Die letzten Kilometer durch Ruanda brachten kaum Neues - ganze Heerscharen von Kindern rannten kilometerweit neben unseren Rädern her, es ging bergauf, bergab.

Dank eines Freundes, welcher uns an der Grenze in Goma abholte, übertraten wir dieselbige gar ohne die übliche Gepäck-Durchsuchung. :)
Goma ist eine überaus lebendige Stadt - es wimmelt von Motorrad-Taxis, hölzernen Lasten-Rädern, die schneeweiß gestrichenen Fahrzeuge der UN-Truppen sind unübersehbar und zahlreich, der beißende Geruch der allüberall schwelenden Müllfeuer wabert durch die Strassen - letztere in einem desaströsen Zustand - die Auswirkungen des Vulkan-Ausbruchs vor einigen Jahren sind auf diese Weise noch sichtbar - wenngleich weit weniger offensichtlich als ich erwartet hatte.

Der Kongo - das berühmt-berüchtigte Herz der Finsternis liegt vor uns - trotz aller Informationen und Kontakte können wir wohl kaum ahnen, was uns erwartet ... der Plan: Mit dem Fahrrad durch den Ituri-Regenwald und später mit dem Boot auf dem Kongo-Fluss nach Kinshasa. Soweit der Plan.....

Auf geht's!
Euer Sebastian :)

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Goma, Kongo den 27. Januar 2007

Welch Unterschied zu unserer Gruppe: 4 Kubaner, welche mit der Zurückhaltung einer Schulklasse, die gerade erfahren hat, dass sie „Hitzefrei“ bekommt, durchs Geäst stolperte. Selbst das obligatorische „Ich bei den Gorillas“ - Foto durfte nicht fehlen - als ob wir gerade ein Denkmal besucht hätten. Doch soll dies Beobachtung sein - keine Wertung.

Schließlich erreichte „Poppy“ den Rastplatz - eine 30 Jahre zählende Gorilla-Dame mit ihrem 2 jährigen Nachwuchs, die ich schon aus dem besagten Buch von D.F. „kannte“. Eine einzige Stunde verflog im Nu - viel zu wenig und doch genug, um das überaus starke Gefühl entstehen zu lassen, diese würdevollen Wesen näher kennen lernen zu wollen. Schließlich verschwand der Silver-Back im Unterholz - es folgte ein "Alles in bester Ordnung" - Grunzer - die Gruppe folgte - und damit das Ende einer magischen Begegnung.