Und so wurden wir später in einer Polizeistation in Xangongo wie alte Freunde begrüsst und hereingewunken – ein Japaner und ein Deutscher auf dem Weg nach Namibia? Kein Problem – ihr könnt hier schlafen.

Nun – ganz ohne „Extras” ging es natürlich nicht. Eines Morgens fand ich Mitch in seinem Zelt in einem wilden Mix aus Japanisch und Englisch vor sich hin murmelnd. Das Urteil das Fieberthermometers war eindeutig – und selbst Mitch schien zufrieden als er fiebrig lächelnd feststellte: My first Malaria! Hooray! Zurück nach Luanda. In mehereren Etappen schaffte ich Mitch also zurück nach Luanda – beginnend mit einem Jeep der angolanischen Armee, der uns in einem kleinst-Hospital irgendwo auf dem Land absetzte und dessen Doktor feststellte: His blood is like fire now. Ach! Im ersten Krankenhaus in Luanda feilschte der diensthabende „Doktor” erst einmal 15 Minuten ums Geld – während Mitch beinah vom Stuhl fiel und ich schliesslich – man möge mir vergeben – die Fassung verlor, den Mann wutschnaubend ein „asshole” nannte und nach draussen stürmte. Und weiter.

Nach weiteren 2 Stunden Stau in der Verkehrskatastrophe Luanda fand unser Fahrer schlliesslich noch die Zeit, mit einer Frau über den Preis für die Nacht zu verhandeln und auch mir dies Vergnügen nahezulegen ... oh Afrika, du bist eine schwierige Braut, machst es einem wahrlich nicht leicht – doch vielleicht liebe ich dich ebendarum! Vieler Dinge ist einzig der Humor zu bewältigen imstande – und dies Begebenheit zählt dazu! Schliesslich erreichten wir das Diplomatenkrankenhaus – und die erlösende Diagnose: Keine Malaria tropica, nur eine „normale” Malaria. Eine Woche Rekonvaleszens gönnten wir uns hierauf – in einer kleinen Lodge direkt an der Mündung eines Flusses in den Atlantik.

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Namibia, den 11. Juli 2007

Wie oft sprachen uns später Menschen an: Ich habe euch im Fernsehen gesehen ... . Und wir hatten Zeit, unsere „Wunden zu lecken”. Der Kongo und die LKW-Fahrt hatten Spuren hinterlassen. Mitch erfreute sich einiger Probleme mit seinem Sitzfleich und eine reizende portugiesische Ärztin verkündete mir die frohe Botschaft von „a lot of bacterials” in Blut und Urin. Ganze 50 Kilogramm brachte ich zu dieser Zeit auf die Waage – eine ausgedehnte Erholungspause war der finale ärztliche Ratschlag. Noch eine Visum – Verlängerung? Never! Also sattelten wir unsere Stahlrösser und fuhren los. Radfahren in Angola – eine wunderbare und erschoepfende Angelegenheit. Ganze 11 Millionen Menschen stellen die Bevölkerung. Grosse Entfernungen zwischen Versorgungsmöglichkeiten, die Sonne gönnt sich keine Pause und saugt den Radfahrer förmlich aus. Indes – all jene Berichte über die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Angolaner sind wahr. Ein Polizist in Benguella befragte uns intensivst über unsere weitere Route – um schliesslich ein Memo an jede Polizeistation auf unserem Weg zu senden, uns doch bitte in jeglicher Hinsicht zu unterstützen.