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gleichberechtigtes Miteinander ist auch hier noch ein kaum vernehmbarer Ruf aus der Zukunft. Und einige haben es noch immer nicht gelernt, darauf zu hören – wie jener junge Mann, der sich mir als „Südwester” vorstellte. (= Deutsch-Südwest-Afrika = Kolonialzeit = lange vorbei) Namibia – das sind Farmen, Zäune allüberall, bis auf den Norden und die Wüste. Viele Farmen sind private Tierparks in denen Besucher ungestört Safaris geniessen oder gar jagen gehen können – gegen ein kleines Entgelt. Nachdem wir uns wieder etwas erholt hatten sind wir nocheinmal in den Norden zurückgefahren – dismal zu dritt: Takeshi, ein weiterer japanischer Radler begleitete uns – ins Kaokoland. Hier leben die Himba, jenes Volk, von dem es heisst, es hätte den Sturm der Zeiten „unbeschadet” überstanden. Doch der Fortgang der Geschichte spart niemanden aus. Die Himba haben „das Spiel” inzwischen gelernt. Für ein Foto hat der Tourist, ich, zu zahlen, Einmal verfolgte mich ein junger Himba kilometerlang auf seinem Esel, da er sich in den Kopf gesetzt hatte, für ein Foto 50 NamibianDollar (= 7 USD!) einstreichen zu können. Erst durch die Vermittlung eines Alten konnten wir uns einigen. Auch der Alkohol hat Einzug gehalten. In den Dörfern stolpert man über riesige Berge leerer Bierflaschen. Das Verhältnis von Bar zu Einwohnern überwältigend. Die Himba – drinnen und doch vor der Tür ... | zurück | vorheriger Eintrag | nächster Eintrag | Übersicht | Routenplan |
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Namibia, den 11. Juli 2007
Ein Hoch an dieser Stelle auf Bruce and Manny, die uns völlig selbstverständlich aufnahmen und dafür Sorge trugen, dass Mitch doch recht schnell wieder zu Kräften kam. Nach einem herzlich Abschied von den beiden blieben uns noch zwei Wochen, die namibische Grenze zu erreichen. Mit etwas Hilfe schafften wir auch dies und ich betrat mein 15. Reiseland. Da wir beide noch nicht wieder bei 100 Prozent waren – Malaria und Bakterien – beschlossen wir, zunächst schnurstracks nach Windhoek zu radeln um dortselbst unsere „Batterien wiederaufzuladen”. Namibia – der Grenzübertritt kam einem kleinen Kulturschock gleich. Bratwurst mit Kartoffelbrei, Anisplätzchen und Rumkugeln. Die Wirtschaft ist weiss dominiert, in den Städten werde ich oft ohne Umschweife auf deutsch angesprochen, Schwarze scheinen nur Zaungäste in ihrem eigenen Land. Der Kolonialismus doch noch kein Eintrag im Geschichtsbuch? Doch ist Namibia auch zugleich ein Blick in die Zukunft vieler afrikanischer Länder?! Gute Infrastruktur, ein Heer zahlungskräftiger Touristen durchstreift das Land von Lodge to Lodge, die Regierung demokratisch auf den Thron gesetzt. Namibia ist nicht Afrika heisst es – und könnte „afrikanischer” nicht sein. 13 verschiedene Stämme leben hier und 150.000 Deutsch-Namibier – doch ein |
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